Simsalabim Wunderlexikon

Wissenswertes über Edelsteine

Es befinden sich 128 Einträge im Glossar.
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Name

Hämatit

Beschreibung

Hämatit wird auch Blutstein genannt und ist ein Mineral aus der Klasse der Oxide mit einem hohen Eisenanteil. Er kommt meist in traubigen Aggregaten vor., selten gibt es auch trigonale Kristalle. Der Name Blutstein kommt daher weil der Stein das Schleifwasser blutrot färbt und auch die Strichfarbe ist blutrot. Er wird daher auch zu den roten Steinen gezählt. Hämatit entstand dur das griech. Wort "haimatites" für "blutähnlich". In der Antike verwendet man den polierten Stein als Spiegel da er einen hohen Metallglanz hat. Der Hämatit ist seit über 80000 Jahren bekannt, er wurde auch als Grabbeigabe gefunden.

Fundorte weltweit
Mohshärte 5,5-6,5
Farbe metallisch glänzend anthrazit

Name

Hämatitquarz

Beschreibung

Bergkristall mit Einschlüssen von rotem Hämatit. Weiteres siehe Bergkristall und Hämatit.

Fundorte Marokko, Brasilien u.a.
Mohshärte 7
Farbe

Name

Heliodor

Beschreibung

Heliodor ist die grün-gelbe Varietät des Berylls. Gelbe Steine werden auch als Gold Beryll bezeichnet. Der Name entstand aus dem griech. Wort "helios" Sonne und "doron" Geschenk. Erstmal wurde er 1910 in Namibia gefunden. Der Heliodor ist ein begehrter Schmuckstein und gehört zu den teuren Steinen. Weiteres siehe unter Beryll.

Fundorte Sri Lanka, Südwest Afrika, Brasilien u.a.
Mohshärte 7,5-8
Farbe gelb bis grün

Name

Heliotrop

Beschreibung

Heliotrop wird in massigen undurchsichtigen Aggregaten gefunden. Im Handel wird er auch als Blutjaspis oder Blutstein bezeichnet, da er im engl. "Bloodstone" heißt, dies ist jedoch falsch, es ist kein Jaspis und auch kein Blutstein denn als solchen bezeichnet man den Hämatit. Im Mittelalter hielt man die roten Flecken im Stein für die Blutstropfen Christi. Der Stein wird auch bei der hl. Hildegard von Bingen erwähnt und hier handelt es sich vermutlich um die Farbvariante dunkelgrün mit roten Punkten. Die farbgebende Substanz für die roten Flecken ist Eisen. Den Heliotrop gibt es aber auch in vielen anderen Farbkombinationen und Zeichnungen.

Fundorte Indien u.a.
Mohshärte 6,5-7
Farbe dunkelgrünblau mit roten Punkten, rosa, beige u.a.

Name

Hemimorphit

Beschreibung

Hemimorphit wird auch als Kieselzinkerz bezeichnet und gehört zur Gruppe der Silikate, er entwickelt überwiegend tafelige Kristalle.Das Wort kommt vom altgriech. "hemi" für "halb" und "morphe" für "Gestalt". Dies weist auf die halbgestaltige Kristallform hin. Der Name Hemimorphit wurde 1853 von G.A. Kenngott geprägt, vorher war der Stein unter Kieselzinkerz bekannt. Aufgrund seiner schönen zarten Farben wird es manchmal zu Schmuck verarbeitet, er ist aber hauptsächlich von Sammlern begehrt.

Fundorte Griechenland, Deutschland u.a.
Mohshärte 4,5-5
Farbe hellblau, hellgrün, farblos

Name

Hessonit

Beschreibung

Hessonit ist ein Stein aus der Granatgruppe. Durch Beimengung von Eisen ist er orangebraun gefärbt. Er wurde früher auch Zimtstein genannt. Weiteres siehe unter Granat.

Fundorte Afrika u.a.
Mohshärte 0
Farbe

Name

Howlith

Beschreibung

Er gehört zur Mineralklasse der Borate und wird in knollenförmigen Aggregaten gefunden. Benannt nach dem amerik. Mineralogen Henry How. 1868 wird der Stein zum erstenmal beschrieben. Howlith ist ein beliebter Schmuckstein und gehört zu den günstigen Edelsteinen. Häufig wird auch Magnesit als Howlith angeboten, da er diesem sehr ähnlich ist. Oft werden sie türkis oder dunkelblau eingefärbt und dann als Türkis oder Lapis Lazuli verkauft.

Fundorte Mexiko, Slowakei, USA u.a.
Mohshärte 3-3,5
Farbe weiß mit braunschwarzen Adern

Name

Hypersthen

Beschreibung

Hypersthen gehört zur Enstatit Gruppe. Er bildet massige und körnige Aggregate. Der Name kommt vom griech. Wort "hyper" für "über" und "stheos" für "Stärke". Hypersthen ist chemisch mit dem Bronzit verwandt. 1988 wurde der Stein umbenannt in Ferrosilit. Er ist auch Bestandteil von Eisenmeteoriten. In geschliffener Form zeigt er manchmal einen speziellen metallisch violetten Effekt. In dieser Schönheit wird er selten gefunden und ist daher entsprechend teuer.

Fundorte Afrika, Australien u.a.
Mohshärte 5-6
Farbe fast schwarz mit Metallschimmer, manchmal violett, rötlicher Metallschimmer