Simsalabim Wunderlexikon

Wissenswertes über Edelsteine

Es befinden sich 128 Einträge im Glossar.
Alle A B C D E F G H I J K L M O P R S T U V Z
Page:  1 2 Next »
Name

Saphir

Beschreibung

Saphir ist eine Varietät des Minerals "Korund". Er ist undurchsichtig bis transparent und bildet trigonale (meist spindelförmige) Kristalle. Saphire sind alle Korunde in den verschiedensten Farben mit Ausnahme von roten Korunden, diese werden Rubin genannt. Am bekanntesten ist der blaue Saphir, am begehrtesten die kornblumenblaue Farbe. Es gibt aber auch sehr wertvolle andere Farben des Saphirs. Padparadscha Saphir ist leuchtend orange, Leukosaphir ist farblos oder Farben wie rosa, grün und gelb. Eine weitere Besonderheit ist der "Stern Saphir", der einen sternförmigen Lichtreflex zeigt. Die Ableitung des Wortes "Saphir" ist unklar, es könnte vom lat. "sappheiros" für "blau", vom Sanskrit Wort "Shanipriya" für "Liebe zum Saturn" oder vom hebräischen "Sappir" für "etwas eingraviert" kommen. Der Saphir findet auch Erwähnung bei der hl. Hildegard von Bingen. Bis etwa 1800 bezeichnete man aber auch andere blaue Steine als Saphir. Der Saphir gehört zu den teuersten Edelsteinen. Ab 1950 fand der Saphir auch Verwendung bei Tonabnehmern von Plattenspielern und wird heute auch bei Instrumenten für die Raumfahrt verwendet.

Fundorte Sri Lanka, Nigeria, Australien u.a.
Mohshärte 9
Farbe hell bis dunkelblau, orange, gelb, farblos, rosa u.a

Name

Sardonyx

Beschreibung

Sardonyx ist die gebänderte Varietät des schwarzen Chalcedons (Onyx), meist mit heller oder auch brauner Zeichnung. Das Wort setzt sich zusammen aus "Sarder" dem mittelalterlichen Begriff für Karneol und aus Onyx. Der Stein wurde aufgrund seines lagenförmigen Aufbaus häufig zu Gemmen verarbeitet oder für andere Schmuckstücke genutzt. Der Sardonyx findet auch Erwähnung bei der hl. Hildegard von Bingen. Weiteres siehe unter Chalcedon.

Fundorte Indien, Brasilien u.a.
Mohshärte 7
Farbe schwarz, weiß, braun

Name

Schalenblende

Beschreibung

Schalenblende sind Lagen von gelbem Wurzit in Sphalerit. Es ist ein sehr seltenes und teures Mineral.

Fundorte Polen
Mohshärte 0
Farbe schwarz, gelb, dunkelbraun, metallisch

Name

Schneeflocken Obsidian

Beschreibung

Diese Obsidian Art enthält Einschlüsse von so genannten Sphärolithen, diese bestehen aus Feldspat oder Christobalit. Weiteres siehe unter Obsidian.

Fundorte
Mohshärte 0
Farbe

Name

Schörl

Beschreibung

Schörl ist die schwarze Varietät des Turmlins. Er ist der preisgünstigste Stein unter den versch. Turmalinfarben. Früher wurde er oft zu Trauerschmuck verarbeitet. Heute ist er besonders in der Esoterik sehr begehrt. Weiteres siehe unter Turmalin.

Fundorte
Mohshärte 0
Farbe

Name

Septarien

Beschreibung

Septarien ist ein Begriff aus der Geologie. In der Mitte von Septarien befindet sich meist ein Nucleus aus ursprünglich organisches Material. Nach F. Lippmann geht die Entstehung von Septarien auf die Zersetzung von Organismen zurück. Meist findet man Septarien in karbonatreichen Tonschiefern. Besonders attraktiv sind polierte Querschnitte aus Septarien da sie wunderschöne Muster zeigen.

Fundorte Marokko, Indien u.a.
Mohshärte 0
Farbe braun, schwarz, gelb, weiß

Name

Serafinit

Beschreibung

Serafinit oder Klinochlor gehört zur Gruppe der Silikate. Es ist ein Stein mit sehr geringer Härte. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde der Stein 1851 in Pennsylvania USA. Der Stein hat eine geneigte optische Achse was zu dem speziellen Effekt führt den dieser Stein aufweist. Daraus leitet sich auch der Name Klinochlor ab. Griech. "klinos" für "geneigt" und "chloros" für "grün". Serafinit zeigt einen Perlmutt- bis Seidenglanz. Er ist sehr interessant für Sammler und gelegentlich wird auch Schmuck aus Serafinit hergestellt. Der Serafinit ist sehr weich und empfindlich.

Fundorte USA, Rußland u.a.
Mohshärte 2-2,5
Farbe grün, weißlich-silbern

Name

Serpentin

Beschreibung

Serpentin ist eine Gruppe von Mineralien und gehört zu den Schichtsilikaten. Der Name wird wahrscheinlich vom lat. "serpens" für "Schlange" abgeleitet. Unter der Handelsbezeichnung "New Jade" oder "China Jade" versteht man grünen Serpentin, da er der grünen Jade sehr ähnlich sieht. Im Altertum wurde er als Schutzstein gegen Schlangen verwendet. Serpentin wird ebenso wie Jade für kunstvolle Schnitzereien verwendet.

Fundorte China, Indien u.a.
Mohshärte 2,5-4
Farbe grün in allen Nuancen, gelb, weißlich

Name

Silberauge

Beschreibung

Silberauge ist eine Varietät des Minerals Serpentin. Er ist in olivgrünen und weißlich silbernen Schichten aufgebaut. Weiteres siehe Serpentin.

Fundorte
Mohshärte 0
Farbe

Name

Skolezit

Beschreibung

Skolezit ist ein seltenes Mineral aus der Klasse der Silikate. Es ist durchsichtig bis durchscheinend und bildet feine, lange, nadelige Kristalle, auch kugelige und massige Aggregate sind bekannt. Skolezit ist sehr calciumreich und pyroelektrisch, d. h. er baut bei Temperaturveränderung eine elektrische Ladung auf. Verbrennt man die Kristalle so kräuseln sie sich wurmähnlich, aus diesem Verhalten wurde sein Name abgeleitet. Er kommt vom griech. Wort "skolex" für "Wurm". Das Mineral wurde erstmals 1813 von den deut. Gelehrten Gelen und Fuchs wissenschaftlich beschrieben. Skolezit ist ein sehr interessanter Stein für Sammler und wird manchmal auch zu Schmuck verarbeitet.

Fundorte Indien, Australien, Brasilien u.a.
Mohshärte 5-5,5
Farbe farblos, weiß

Name

Smaragd

Beschreibung

Smaragd ist die grüne Varietät des Minerals Beryll. Er bildet hexagonale Kristalle. Durch Chrom und Vanadium entsteht die grüne Farbe. Das Wort wird abgeleitet vom Griech. "smaragdus" für "grüner Stein". Bereits im 13. Jahrhundert v. Chr. begann der Smaragd Abbau im Alten Ägypten. Auch im Orient waren Smaragde sehr begehrt und hoch bewertet. Als die Spanier im 16. Jahrhundert nach Südamerika kamen fanden sie auch dort einen Handel mit Smaragden. Im Alten Testament steht der Smaragd für einen der 12 israelischen Stämme. Bei der hl. Hildegard von Bingen wird er ebenfalls erwähnt. 1935 wurden die ersten synthetischen Smaragde hergestellt. Smaragde in guter Quälität zählen zu den teuersten Edelsteinen.

Fundorte Kolumbien, Brasilien, Uralgebirge
Mohshärte 7,5-8
Farbe grün

Name

Sodalith

Beschreibung

Sodalith gehört zur Mineralklasse der Sodalithe und entwickelt körnige bis massige Aggregate. Unter UV Beleuchtung zeigt er eine orangerote oder gelber Fluorenszenz. Er ist hitzeempfindlich, bereits kochendes Wasser kann ihm Farbe entziehen. Das Wort "Sodalith" ist zusammengesetzt aus dem lat. "sodium" für "Natrium" und dem Griech. "lithos" für Stein. In guter Qualität kann er mit Lapis Lazuli verwechselt werden. Der Stein gehört aber zu den günstigeren Edelsteinen im Gegensatz zum Lapis Lazuli.

Fundorte Afghanistan, Australien, Chile u.a.
Mohshärte 5,5-6
Farbe blau bis dunkelblau mit weißen, braunen oder orangen Adern durchzogen.

Name

Solarquarz

Beschreibung

Solarquarz ist der Querschnitt eines Stalaktits oder eines Stalagmits. Ersteres ist ein Quarz Tropfen der in Höhlen von der Decke hängt, der Stalagmit wächst vom Boden in die Höhe. Es handelt sich dabei um eine Tropfstein Formation. Querschnitte werden im Handel "Solarquarz" genannt, da sie einer Sonne ähnlich sehen.

Fundorte Indien, weltweit
Mohshärte 7
Farbe weiß, im Inneren grünlich, bräunlich

Name

Spinell

Beschreibung

Spinell ist ein seltenes Mineral aus der Klasse der Oxide. Er ist eine eigene Mineralgruppe wozu auch der Galaxit (schwarzer Spinell) zählt. Die farbgebenden Substanzen sind meist Chrom und Eisen. Der Spinell bildet kubische Kristalle. Der Name ist ungeklärt, könnte aber vom altgriech "spin(n)os" für "Funke oder funkeln" kommen. Vor etwa 200 Jahren entdeckte man die Verwandtschaft zu Rubin und viele Rubine wurden als rote Spinelle erkannt. Lupenreine Spinelle sind selten und sehr teuer. Aufgrund seiner Farbenvielfalt ist der Spinell ein begehrter und teurer Schmuckstein. Für industrielle Zwecke wird er auch synthetisch hergestellt.

Fundorte Afghanistan, USA, Australien u.a.
Mohshärte 7,5-8
Farbe rot, blau, farblos, schwarz u.a.

Name

Stichtit

Beschreibung

Der Stichtit besteht aus Magnesium, Chrom, Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff. Er gehört zu den Karbonaten. Meist findet man ihn in kompakten Massen. Manchmal ist er als Einschluss in Serpentin zu finden.Den Namen erhielt er von Robert Carl Sticht, er hat ihm 1912 als neuen Stein aus Tasmanien beschrieben.

Fundorte Australien, Kanada, Südafrika
Mohshärte 2-2,5
Farbe purpur, violett bis hell lila, rötlich

Page:  1 2 Next »