Simsalabim Wunderlexikon

Wissenswertes über Edelsteine

Es befinden sich 128 Einträge im Glossar.
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Name

Tansanit

Beschreibung

Tansanit ist die blaue Varietät des Minerals Zoisit. Der Tansanit besteht aus Calcium-Aluminium-Silikat. Bekannt wurde der Edelstein durch den New Yorker Juwelier Tiffany. Der Tansanit ist sehr selten und daher entsprechend teuer. Das bisher einzige Vorkommen liegt in Tansania, daher auch sein Name. Leider sind die Vorkommen ziemlich erschöpft was den Stein im Laufe der Zeit noch wertvoller macht. Der Tansit sollte nie in einem Ultraschall Gerät gereinigt werden, da er empfindlich ist, auch gegenüber Säure, Seife und Kosmetika. Der Tansanit zeigt auch oft Pleochroismus, d.h. Mehrfarbigkeit in dunkelblau, grün und violett.

Fundorte Tansania
Mohshärte 6,5-7
Farbe blau, blauviolett, grün

Name

Thulit

Beschreibung

Thulit ist die rosafarbene Varietät des Zoisit – siehe Zoisit

Fundorte
Mohshärte 0
Farbe

Name

Tigerauge

Beschreibung

Tigerauge ist eine mikrokristalline Varietät von Quarz. Es ist ein feinfasriges, undurchsichtiges Quarz-Brauneisen-Aggregat. Das Tigerauge zeigt oft einen deutlichen Katzenauge Effekt. Tigerauge geht als Verwitterungsprodukt aus dem Falkenauge hervor. Beide Steine sind oft ineinander verwachsen. Sie werden auch als Brekkzien Tiger- oder Falkenauge bezeichnet.

Fundorte Afrika, Indien, China, Kanada u.a
Mohshärte 6-7
Farbe gold, braun, gelb

Name

Tigerauge rot

Beschreibung

Die rote Farbe entsteht durch Erhitzen von Tigerauge. Weiteres siehe Tigerauge und Falkenauge.

Fundorte
Mohshärte 0
Farbe

Name

Topas

Beschreibung

Topas ist ein Inselsilikat, er hat ein orthorhombisches Kristallsystem. Er bildet oft große und schöne Kristalle. Ähnlich wie der Diamant ist er spröde und lässt sich leicht spalten. Mit einem Lötrohr ist er unschmelzbar. Der Topas wird schon von Plinius erwähnt und hat seinen Namen wahrscheinlich nach der Insel "Topazos" im Roten Meer erhalten. Eigentlich wurde dort das Mineral Olivin abgebaut mit dem der Topas lange verwechselt wurde. Eine andere Erklärung ist das Sanskrit Wort "tapas" für "leuchten". Der farblose Topas wurde früher auch mit Diamant verwechselt. Der Stein findet Erwähnung im Alten Testament und bei der hl. Hildegard von Bingen. Sehr selten ist der gelborangerote "Imperial Topas". Alle als "Rauchtopas" bezeichneten Steine sind Rauchquarze. Nachdem der natürliche blaue Topas sehr selten ist, wird die Farbe durch Bestrahlung von farblosem Topas erzielt.

Fundorte Afghanistan, Birma, Japan, u.a.
Mohshärte 8
Farbe farblos, blau, rosa, gelb, orange

Name

Türkis

Beschreibung

Türkis ist ein seltenes Kupfer-Aluminium-Phosphat. Er bildet meist traubige und erdig-massige Aggregate. Den Namen verdankt er seiner oft blaugrünen Farbe. Der Türkis ist ein sehr poröser Stein und daher schwierig zu verarbeiten. Um den Stein zu schützen wird er oft stabilisiert, d.h. er wird mit einer feinen Harzschicht überzogen. Ein rekonstruierter Türkis wird erst gemahlen und dann mit Hilfe von Harz stabilisiert, dafür werden oft Reste verwendet. Der teuerste und hochwertigste Türkis ist der so genannte "Sleeping Beauty" aus Arizona, dieser wird mit dem „Zachery Prozess“ stabilisiert. Diese Methode ist ein künstlicher Eingriff der physikalisch und chemisch nicht nachweisbar ist. Benannt ist die Methode nach ihrem Erfinder, James A. Zachery, der sie vor etwa 30 Jahren entwickelte. Es handelt sich hierbei um eine Art Galvanisierungsprozess mit natürlichen Mineralien, die normalerweise im Türkis vorkommen und mit Hilfe von elektrischem Strom in den Stein eingeschleust werden.
Schon vor Kolumbus war der Stein bei den amerik. Ureinwohnern bekannt und hoch verehrt. Er war auch bekannt im Alten Agypten und bei den Azteken, in Persien, Tibet und Mesopotamien. Er wurde als Grabbeigabe, Schmuck- und Schutzstein und als Amulettstein verwendet. Je intensiver die Farbe des Türkis umso teurer, die besten und teuersten Steine kommen aus Arizona, USA.

Fundorte USA, China, Indien u.a.
Mohshärte 5-6
Farbe türkisblau, türkisgrün, grün und gelb.

Name

Turmalin

Beschreibung

Turmalin besteht aus einer Mischreihe von Ringsilikaten. Bei Turmalinen findet man auch den Pleochroismus, d.h. verschiedene Farben in einem Kristall. Zum Beispiel beim "Wassermelonen Turmalin" (grün, rosa) oder beim "Mohrenkopf Turmalin" (helle Kristalle mit dunkler Spitze). Er zeigt auch einen piezoelektrischen Effekt, gegenüberliegende Kristallenden laden sich entgegengesetzt elektrisch auf und einen Pyroelektrischen Effekt, die Aufladung wird durch Temperaturveränderung erzielt. Der Name kommt vom singhalesischen "thuramali" für "bunte Steine". Der Turmalin gehört zu den hochpreisigen Edelsteinen. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts kamen die Steine durch die Holländische Ostindienkompanie nach Europa. Die verschiedenen Farben des Turmalins haben eigene Namen. Weiteres siehe Dravit, Rubellit, Indigolith, Verdelith, Schörl.

Fundorte Brasilien, Afghanistan u.a.
Mohshärte 7-7,5
Farbe farblos, gelb, braun, grün, rosa, rot, blau und Mischfarben.

Name

Turmalinquarz

Beschreibung

Turmalinquarz sind feine schwarze nadelförmige Turmalinkristalle in Bergkristall eingeschlossen. Siehe auch Bergkristall und Turmalin.

Fundorte Brasilien, Indien, u.a.
Mohshärte 7
Farbe klar bis milchig mit schwarzen nadelförmigen Einschlüssen