Simsalabim Wunderlexikon

Wissenswertes über Edelsteine

Es befinden sich 128 Einträge im Glossar.
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Name

Serafinit

Beschreibung

Serafinit oder Klinochlor gehört zur Gruppe der Silikate. Es ist ein Stein mit sehr geringer Härte. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde der Stein 1851 in Pennsylvania USA. Der Stein hat eine geneigte optische Achse was zu dem speziellen Effekt führt den dieser Stein aufweist. Daraus leitet sich auch der Name Klinochlor ab. Griech. "klinos" für "geneigt" und "chloros" für "grün". Serafinit zeigt einen Perlmutt- bis Seidenglanz. Er ist sehr interessant für Sammler und gelegentlich wird auch Schmuck aus Serafinit hergestellt. Der Serafinit ist sehr weich und empfindlich.

Fundorte USA, Rußland u.a.
Mohshärte 2-2,5
Farbe grün, weißlich-silbern

Name

Serpentin

Beschreibung

Serpentin ist eine Gruppe von Mineralien und gehört zu den Schichtsilikaten. Der Name wird wahrscheinlich vom lat. "serpens" für "Schlange" abgeleitet. Unter der Handelsbezeichnung "New Jade" oder "China Jade" versteht man grünen Serpentin, da er der grünen Jade sehr ähnlich sieht. Im Altertum wurde er als Schutzstein gegen Schlangen verwendet. Serpentin wird ebenso wie Jade für kunstvolle Schnitzereien verwendet.

Fundorte China, Indien u.a.
Mohshärte 2,5-4
Farbe grün in allen Nuancen, gelb, weißlich

Name

Silberauge

Beschreibung

Silberauge ist eine Varietät des Minerals Serpentin. Er ist in olivgrünen und weißlich silbernen Schichten aufgebaut. Weiteres siehe Serpentin.

Fundorte
Mohshärte 0
Farbe

Name

Skolezit

Beschreibung

Skolezit ist ein seltenes Mineral aus der Klasse der Silikate. Es ist durchsichtig bis durchscheinend und bildet feine, lange, nadelige Kristalle, auch kugelige und massige Aggregate sind bekannt. Skolezit ist sehr calciumreich und pyroelektrisch, d. h. er baut bei Temperaturveränderung eine elektrische Ladung auf. Verbrennt man die Kristalle so kräuseln sie sich wurmähnlich, aus diesem Verhalten wurde sein Name abgeleitet. Er kommt vom griech. Wort "skolex" für "Wurm". Das Mineral wurde erstmals 1813 von den deut. Gelehrten Gelen und Fuchs wissenschaftlich beschrieben. Skolezit ist ein sehr interessanter Stein für Sammler und wird manchmal auch zu Schmuck verarbeitet.

Fundorte Indien, Australien, Brasilien u.a.
Mohshärte 5-5,5
Farbe farblos, weiß

Name

Smaragd

Beschreibung

Smaragd ist die grüne Varietät des Minerals Beryll. Er bildet hexagonale Kristalle. Durch Chrom und Vanadium entsteht die grüne Farbe. Das Wort wird abgeleitet vom Griech. "smaragdus" für "grüner Stein". Bereits im 13. Jahrhundert v. Chr. begann der Smaragd Abbau im Alten Ägypten. Auch im Orient waren Smaragde sehr begehrt und hoch bewertet. Als die Spanier im 16. Jahrhundert nach Südamerika kamen fanden sie auch dort einen Handel mit Smaragden. Im Alten Testament steht der Smaragd für einen der 12 israelischen Stämme. Bei der hl. Hildegard von Bingen wird er ebenfalls erwähnt. 1935 wurden die ersten synthetischen Smaragde hergestellt. Smaragde in guter Quälität zählen zu den teuersten Edelsteinen.

Fundorte Kolumbien, Brasilien, Uralgebirge
Mohshärte 7,5-8
Farbe grün

Name

Sodalith

Beschreibung

Sodalith gehört zur Mineralklasse der Sodalithe und entwickelt körnige bis massige Aggregate. Unter UV Beleuchtung zeigt er eine orangerote oder gelber Fluorenszenz. Er ist hitzeempfindlich, bereits kochendes Wasser kann ihm Farbe entziehen. Das Wort "Sodalith" ist zusammengesetzt aus dem lat. "sodium" für "Natrium" und dem Griech. "lithos" für Stein. In guter Qualität kann er mit Lapis Lazuli verwechselt werden. Der Stein gehört aber zu den günstigeren Edelsteinen im Gegensatz zum Lapis Lazuli.

Fundorte Afghanistan, Australien, Chile u.a.
Mohshärte 5,5-6
Farbe blau bis dunkelblau mit weißen, braunen oder orangen Adern durchzogen.

Name

Solarquarz

Beschreibung

Solarquarz ist der Querschnitt eines Stalaktits oder eines Stalagmits. Ersteres ist ein Quarz Tropfen der in Höhlen von der Decke hängt, der Stalagmit wächst vom Boden in die Höhe. Es handelt sich dabei um eine Tropfstein Formation. Querschnitte werden im Handel "Solarquarz" genannt, da sie einer Sonne ähnlich sehen.

Fundorte Indien, weltweit
Mohshärte 7
Farbe weiß, im Inneren grünlich, bräunlich

Name

Spinell

Beschreibung

Spinell ist ein seltenes Mineral aus der Klasse der Oxide. Er ist eine eigene Mineralgruppe wozu auch der Galaxit (schwarzer Spinell) zählt. Die farbgebenden Substanzen sind meist Chrom und Eisen. Der Spinell bildet kubische Kristalle. Der Name ist ungeklärt, könnte aber vom altgriech "spin(n)os" für "Funke oder funkeln" kommen. Vor etwa 200 Jahren entdeckte man die Verwandtschaft zu Rubin und viele Rubine wurden als rote Spinelle erkannt. Lupenreine Spinelle sind selten und sehr teuer. Aufgrund seiner Farbenvielfalt ist der Spinell ein begehrter und teurer Schmuckstein. Für industrielle Zwecke wird er auch synthetisch hergestellt.

Fundorte Afghanistan, USA, Australien u.a.
Mohshärte 7,5-8
Farbe rot, blau, farblos, schwarz u.a.

Name

Stichtit

Beschreibung

Der Stichtit besteht aus Magnesium, Chrom, Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff. Er gehört zu den Karbonaten. Meist findet man ihn in kompakten Massen. Manchmal ist er als Einschluss in Serpentin zu finden.Den Namen erhielt er von Robert Carl Sticht, er hat ihm 1912 als neuen Stein aus Tasmanien beschrieben.

Fundorte Australien, Kanada, Südafrika
Mohshärte 2-2,5
Farbe purpur, violett bis hell lila, rötlich

Name

Sugilith

Beschreibung

Sugilith ist ein sehr seltenes Ringsilikat aus der Milanitgruppe. Noch seltener sind seine langen, nadeligen Kristalle. Meist wird er in massigen Aggregaten gefunden. Die Farbe des Sugilith ist am leuchtendsten bei Sonnenlicht. Aufgrund des hohen Preises sind die meisten Schmucksteine mit grauem, schwarzem oder braunem Muttergestein verarbeitet. Der Stein wurde erst 1944 in Japan entdeckt. Seinen Namen erhielt der Sugilith nach seinem Entdecker "Ken-ichi-Sugi". Man bezeichnet den Sugilith auch als New Age Stein", den Stein des "Wassermann Zeitalters".

Fundorte Japan, Australien, Kanada
Mohshärte 6-6,5
Farbe violett, rötlich violett

Name

Tansanit

Beschreibung

Tansanit ist die blaue Varietät des Minerals Zoisit. Der Tansanit besteht aus Calcium-Aluminium-Silikat. Bekannt wurde der Edelstein durch den New Yorker Juwelier Tiffany. Der Tansanit ist sehr selten und daher entsprechend teuer. Das bisher einzige Vorkommen liegt in Tansania, daher auch sein Name. Leider sind die Vorkommen ziemlich erschöpft was den Stein im Laufe der Zeit noch wertvoller macht. Der Tansit sollte nie in einem Ultraschall Gerät gereinigt werden, da er empfindlich ist, auch gegenüber Säure, Seife und Kosmetika. Der Tansanit zeigt auch oft Pleochroismus, d.h. Mehrfarbigkeit in dunkelblau, grün und violett.

Fundorte Tansania
Mohshärte 6,5-7
Farbe blau, blauviolett, grün

Name

Thulit

Beschreibung

Thulit ist die rosafarbene Varietät des Zoisit – siehe Zoisit

Fundorte
Mohshärte 0
Farbe

Name

Tigerauge

Beschreibung

Tigerauge ist eine mikrokristalline Varietät von Quarz. Es ist ein feinfasriges, undurchsichtiges Quarz-Brauneisen-Aggregat. Das Tigerauge zeigt oft einen deutlichen Katzenauge Effekt. Tigerauge geht als Verwitterungsprodukt aus dem Falkenauge hervor. Beide Steine sind oft ineinander verwachsen. Sie werden auch als Brekkzien Tiger- oder Falkenauge bezeichnet.

Fundorte Afrika, Indien, China, Kanada u.a
Mohshärte 6-7
Farbe gold, braun, gelb

Name

Tigerauge rot

Beschreibung

Die rote Farbe entsteht durch Erhitzen von Tigerauge. Weiteres siehe Tigerauge und Falkenauge.

Fundorte
Mohshärte 0
Farbe

Name

Topas

Beschreibung

Topas ist ein Inselsilikat, er hat ein orthorhombisches Kristallsystem. Er bildet oft große und schöne Kristalle. Ähnlich wie der Diamant ist er spröde und lässt sich leicht spalten. Mit einem Lötrohr ist er unschmelzbar. Der Topas wird schon von Plinius erwähnt und hat seinen Namen wahrscheinlich nach der Insel "Topazos" im Roten Meer erhalten. Eigentlich wurde dort das Mineral Olivin abgebaut mit dem der Topas lange verwechselt wurde. Eine andere Erklärung ist das Sanskrit Wort "tapas" für "leuchten". Der farblose Topas wurde früher auch mit Diamant verwechselt. Der Stein findet Erwähnung im Alten Testament und bei der hl. Hildegard von Bingen. Sehr selten ist der gelborangerote "Imperial Topas". Alle als "Rauchtopas" bezeichneten Steine sind Rauchquarze. Nachdem der natürliche blaue Topas sehr selten ist, wird die Farbe durch Bestrahlung von farblosem Topas erzielt.

Fundorte Afghanistan, Birma, Japan, u.a.
Mohshärte 8
Farbe farblos, blau, rosa, gelb, orange

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