Simsalabim Wunderlexikon

Wissenswertes über Edelsteine

Es befinden sich 128 Einträge im Glossar.
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Name

Türkis

Beschreibung

Türkis ist ein seltenes Kupfer-Aluminium-Phosphat. Er bildet meist traubige und erdig-massige Aggregate. Den Namen verdankt er seiner oft blaugrünen Farbe. Der Türkis ist ein sehr poröser Stein und daher schwierig zu verarbeiten. Um den Stein zu schützen wird er oft stabilisiert, d.h. er wird mit einer feinen Harzschicht überzogen. Ein rekonstruierter Türkis wird erst gemahlen und dann mit Hilfe von Harz stabilisiert, dafür werden oft Reste verwendet. Der teuerste und hochwertigste Türkis ist der so genannte "Sleeping Beauty" aus Arizona, dieser wird mit dem „Zachery Prozess“ stabilisiert. Diese Methode ist ein künstlicher Eingriff der physikalisch und chemisch nicht nachweisbar ist. Benannt ist die Methode nach ihrem Erfinder, James A. Zachery, der sie vor etwa 30 Jahren entwickelte. Es handelt sich hierbei um eine Art Galvanisierungsprozess mit natürlichen Mineralien, die normalerweise im Türkis vorkommen und mit Hilfe von elektrischem Strom in den Stein eingeschleust werden.
Schon vor Kolumbus war der Stein bei den amerik. Ureinwohnern bekannt und hoch verehrt. Er war auch bekannt im Alten Agypten und bei den Azteken, in Persien, Tibet und Mesopotamien. Er wurde als Grabbeigabe, Schmuck- und Schutzstein und als Amulettstein verwendet. Je intensiver die Farbe des Türkis umso teurer, die besten und teuersten Steine kommen aus Arizona, USA.

Fundorte USA, China, Indien u.a.
Mohshärte 5-6
Farbe türkisblau, türkisgrün, grün und gelb.

Name

Turmalin

Beschreibung

Turmalin besteht aus einer Mischreihe von Ringsilikaten. Bei Turmalinen findet man auch den Pleochroismus, d.h. verschiedene Farben in einem Kristall. Zum Beispiel beim "Wassermelonen Turmalin" (grün, rosa) oder beim "Mohrenkopf Turmalin" (helle Kristalle mit dunkler Spitze). Er zeigt auch einen piezoelektrischen Effekt, gegenüberliegende Kristallenden laden sich entgegengesetzt elektrisch auf und einen Pyroelektrischen Effekt, die Aufladung wird durch Temperaturveränderung erzielt. Der Name kommt vom singhalesischen "thuramali" für "bunte Steine". Der Turmalin gehört zu den hochpreisigen Edelsteinen. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts kamen die Steine durch die Holländische Ostindienkompanie nach Europa. Die verschiedenen Farben des Turmalins haben eigene Namen. Weiteres siehe Dravit, Rubellit, Indigolith, Verdelith, Schörl.

Fundorte Brasilien, Afghanistan u.a.
Mohshärte 7-7,5
Farbe farblos, gelb, braun, grün, rosa, rot, blau und Mischfarben.

Name

Turmalinquarz

Beschreibung

Turmalinquarz sind feine schwarze nadelförmige Turmalinkristalle in Bergkristall eingeschlossen. Siehe auch Bergkristall und Turmalin.

Fundorte Brasilien, Indien, u.a.
Mohshärte 7
Farbe klar bis milchig mit schwarzen nadelförmigen Einschlüssen

Name

Unakit

Beschreibung

Unakit setzt sich aus den Mineralien Epidot, Quarz und Feldspat zusammen. Epidot ist der grüne Anteil und Feldspat ist für die rosa bis rote Farbe verantwortlich. Der Unakit wird meist für Schmuckzwecke genutzt.

Fundorte Südafrika, Pakistan, Mexiko u.a.
Mohshärte 5-7
Farbe grün, rosa, rot

Name

Verdelith

Beschreibung

Verdelith ist die grüne Varietät des Turmalins. Weiteres siehe Turmalin.

Fundorte
Mohshärte 0
Farbe

Name

Versteinertes Holz

Beschreibung

Bei Versteinertem Holz handelt es sich um Jahrmillionen altes verkieseltes Holz. Bei Vulkanexplosionen wurden Bäume entwurzelt und mit Ascheregen bedeckt, die Hölzer waren damit luftdicht verschlossen und es wurde dadurch der Zerfall der Hölzer verhindert. Kieselsäure sickerte ein und damit begann der Prozess der Versteinerung. Der Preis ist relaiv hoch, da es bei Sammlern sehr beliebt ist und das Vorkommen nicht sehr groß ist.

Fundorte Australien und weltweit.
Mohshärte 6-7
Farbe grün, grüngelb, braun, rötlich, selten in violett und hellblau

Name

Vesuvianit

Beschreibung

Der Vesuvianit wird auch Idokras genannt. Es ist ein seltenes Mineral aus der Klasse der Silikate. Er bildet säulige und tafelige Kristalle, kommt aber auch in massigen Aggregaten vor. 1795 wurde Vesuvianit erstmals als eigenes Mineral beschrieben von Abraham Gottlob Werner. Der Name bezieht sich auf den ersten Fundort am Vesuv in Italien.

Fundorte Kanada, USA, Italien u.a.
Mohshärte 6-7
Farbe grün, gelb, hellblau, violett, braun, farblos

Name

Zoisit

Beschreibung

Zoisit gehört zur Mineralklasse der Silikate. Zoisit in Edelsteinqualität ist farblos, blau, grün oder rot. Manchmal findet man Rubinkristalle eingeschlossen in grünem opakem Zoisit. Der blaue Zoisit heißt Tansanit – Siehe unter Tansanit. Der roasaferbene Zoisit heißt Thulit – siehe Thulit. Erwähnt wird der Zoisit zum erstenmal 1747 in Kärnten. Der Stein wurde benannt nach dem österr. Naturwissenschaftler "Sigmund Zois Freiherr von Edelstein". Der Zoisit ist ein beliebter Schmuckstein. Er reagiert empfindlich auf sehr große Temperaturunterschiede, daher Vorsicht beim Löten.

Fundorte Australien, Brasilien, China
Mohshärte 6-7
Farbe grün, blau, rosa, rot, farblos, grau

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